Primavera

Me gusta mi escuela

Mexico City, Toluca, San Luis Potosi, Aguascalientes, Monterrey, Juarez, Juarez II und Hermosillo

Das Projekt "Me gusta mi escuela" entstand im Jahr 2007 und unterstützt Einrichtungen in mittlerweile acht Städten von Mexiko. Ziel des Projektes ist, die Innenausstattung und Infrastruktur der Schulen zu verbessern, um den Kindern eine optimale Betreuung zu ermöglichen. 2011 war ein besonders erfolgreiches Jahr, in dem eine Vielzahl von Projekten realisiert werden konnten und sogar ein weiteres Projekt "Aguascalientes" hinzugekommen ist.

Lázaro Cárdenas
Das Dach der Grundschule "Lázaro Cárdenas" wurde saniert, sowie zwei Klassenräume komplett ausgebaut und neu ausgestattet.

Pablo Neruda
An der "Pablo Neruda" Schule wurde ein effektiver Einbruchschutz installiert, ausßerdem wird der Mathematikunterricht durch freiwillige Helfer unterstützt.

Elvira Luna Muñoz
Der Kindergarten '"Elvira Luna Muñoz" bekam einen neuen Schulhof, auf dem die Kinder spielen können.

Hogar del Niño A.C.
Der Innenhof des Kindergartens "Hogar del Niño A.C." wurde überdacht und kann jetzt bei jedem Wetter genutzt werden.

Instituto Down de Monterrey
Es wurden zwei spezielle Klassenräume am "Instituto Down de Monterrey" angebaut, um die Kreativität der am Down-Syndrom erkrankten Kindern zu fördern.

Me gusta mi escuela - Vini Cubi

Bericht über den Besuch Marcello Miccolis in zwei mexinkanischen Schulen

Mein Name ist Marcello Miccoli und ich bin 34 Jahre alt. 2012 hatte ich das erste Mal Kontakt mit Primavera, während meiner Entsendung nach Mexiko. Damals bin ich durch meine mexikanischen Kollegen auf das Projekt „mi gusta mi escuela“ (ich mag meine Schule) bei Primavera aufmerksam geworden, seitdem verfolge und unterstütze ich Projekte, speziell in Mexiko. Noch heute habe ich guten Kontakt zu meinen Kollegen vor Ort und habe eine private Reise im Dezember 2016 als Anlass genommen, zwei Schulen in Mexiko zu besuchen.

Am 06.12 zum Nikolaustag habe ich die Schule CAM 4 Maria Montessori in Toluca besucht. Den Kontakt zur Schule hatte ich von einer ehemaligen Kollegin aus Mexiko, die seit vielen Jahren mit dieser Schule arbeitet. In der Schule werden Kinder unterrichtet, die an Krankheiten oder Behinderungen, wie z.B Down-syndrom, Hyperaktivität, Epilepsie, Autismus etc. leiden. All diese Kinder stammen aus ärmeren Verhältnissen und viele von ihnen müssen ihr Leben lang teure Medikamente zu sich nehmen. In der Schule haben die Kinder die Möglichkeit zu ihrem normalen Unterricht hilfreiche Dinge zu lernen, um ihren Alltag leichter zu meistern. Ich habe den Tag genutzt, um mir die einzelnen Klassen anzuschauen. Die Direktorin der Schule nahm sich die Zeit, um mich in den einzelnen Klassen vorzustellen und mir Fragen zu den Kindern und zum Unterricht zu beantworten, aber ich hatte dabei auch die Gelegenheit die Kinder kennenzulernen. Das Interessanteste für die Kinder war, dass jemand extra aus Deutschland gekommen war, um sie kennenzulernen.

Der Umgang zwischen Lehrern und Schüler ist wirklich sehr liebevoll und respektvoll, ich denke gerade die Arbeit mit behinderten Kindern fordert viel Herzblut.

Hier muss ich ein großes Lob an die Lehrer aussprechen, die wirklich einen tollen Job machen!

An zwei weiteren Tagen habe ich die Vini cubi Schule in Cuajimalpa in Mexiko City besucht. Die Schule befindet sich ca. 20 Autominuten von dem Bosch Standort in Santa Fe in Mexiko City. In dieser Schule gibt es Unterricht in zwei „Schichten“, vormittags und nachmittags. Hier wurde das Pilotprojekt durch Bosch Mitarbeiter ins Leben gerufen, bei denen Mitarbeiter in den Schulen Unterricht und einzelne Kurse übernehmen. Hierbei tragen die Mitarbeiter einen wichtigen Teil zur Erziehung, zur Bildung und somit zur Zukunft der Kinder bei.

Die Bosch Mitarbeiter fahren nach der Arbeit, d.h. in ihrer Freizeit, in die Schule und erteilen aktuell Matheunterricht (weitere Fächer und Kurse, wie Spanisch, sollen folgen).

Der Unterricht wird von den Mitarbeiter vorbereitet und anschließend in der Schule gehalten, hierbei kann der Unterricht ganz individuell, meist aber spielerisch erteilt werden.

Ich hatte die Chance am ersten Tag in allen vier Klassen zu assistieren, um einen ersten Eindruck über das Projekt, aber auch über die Anforderungen zu bekommen. Am zweiten Tag habe ich dann meinen eigenen Unterricht vorbereitet. Für mich war es eine Premiere, dass ich Mathematikunterricht geben durfte, zusätzlich dazu auch noch auf Spanisch. Aber am Ende war es für die Kinder und für mich eine tolle Erfahrung, da es für die Kinder besonders interessant war, jemanden aus Deutschland als Lehrer zu haben und für mich, eine Gruppe von Kindern auf Spanisch unterrichten zu dürfen.


Es ist ein tolles Projekt, das die Kollegen in Mexiko gerade auf die Beine stellen und das persönliche Engagement ist bei diesem Projekt ganz besonders wichtig, da die Kollegen hier ihre Freizeit opfern, um den Kindern eine bessere Zukunft bieten zu können.

Auch hier ein ganz großes Lob an die mexikanischen Kollegen, die dieses Projekt täglich vor Ort betreuen.


Für mich persönlich war es eine tolle Erfahrung, die Chance zu haben die Kinder kennen lernen zu dürfen, aber auch ein gutes Gefühl zu wissen, dass die Primavera Investitionen in gute Händen, bzw. Projekte legt. Ich habe mir vorgenommen auch bei meinen nächsten Mexikoreisen einzelne Projekte, Schulen etc. zu besuchen und die Gelegenheit zu nutzen, meinen Teil zum Wohl der Kinder beizutragen! Aus meiner heutigen Erfahrung kann ich sagen, dass auch kleine Gesten, gerade bei Kindern, die aus ärmeren Verhältnissen stammen, ganz groß ankommen können.

Über Mexiko ...

Hauptstadt: Mexiko Stadt
Größe: 1.972.550 km²
Einwohner: 112 Millionen
Bevölkerungsdichte: 57 Einwohner / km²
Bevölkerungswachstum: 1,45 % p.a.
Amtssprache: Spanisch, seit 2003 sind ausserdem 62 indigene Sprachen in Mexiko als „Nationalsprachen“ anerkannt
Alphabetisierungsrate: 93,3 %
Religion: Mehrheit Katholisch (87 %),
Währung: Mexikanischer Peso

Weitere Informationen

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