Primavera

Schulbesuch statt arbeiten! Das Knowledge Center Bassi Dist hilft jungen Frauen.

Kishanpura, Radjasthan

Vor allem im Norden Indiens gelten nach wie vor die alten Traditionen. Demnach sind Mädchen und Frauen nicht viel wert. Wenn es armen Familien überhaupt finanziell möglich ist, schicken sie nur ihre Söhne zur Schule. Weil Töchter ohnehin so früh wie möglich arbeiten müssen und häufig noch vor dem 15. Lebensjahr verheiratet werden, finden es die meisten Eltern überflüssig, ihnen lesen und schreiben beizubringen. Somit ist der Analphabetismus das große Problem im Land. Nur ein Drittel der indischen Frauen kann lesen und schreiben. Für sie heißt das, dass sie keine Ausbildung machen können und als ungelernte Hilfskräfte arbeiten müssen. So werden sie später als Ehefrau nur wenig zum Familieneinkommen beitragen können.

OP Goel von Robert Bosch India in Bangalore ist verantwortlich für den Bereich Ausbildung an allen indischen Bosch-Standorten und seit einem Jahr auch für Primavera und alle Hilfsprojekte vor Ort. Zusammen mit SMILE - einem lokalen Partner - fördert er ein sogenanntes Knowledge Center für Mädchen. SMILE setzt sich seit 2003 als gemeinnütziger Verein für die Verbesserung nicht privilegierter Mädchen und junger Frauen ein und hat mit privaten Spenden diese Zentrumsschule gebaut, welche sich ungefähr 30 km außerhalb der Stadt Jaipur befindet.

Mit finanzieller Unterstützung von Bosch Indien wurde der Komplex um einen weiteren Klassen– und Computerraum erweitert. Seit der Eröffnung werden hier 43 Mädchen von vier professionellen Lehrern in den Grundfächern Rechnen, Schreiben, Lesen und Englisch unterrichtet. Die Älteren unter ihnen lernen zusätzlich den Umgang mit Computern. Auch werden die Eltern beraten und ermutigt, ihre Mädchen in dieses Wissenszentrum zu schicken. Fragen zur Gesundheitsvorsorge, Hygiene und Familienplanung sind ebenfalls Bestandteil der Unterstützung.

Mit großem Engagement setzen sich OP Goel, Bosch-Mitarbeiter und Betreuer von SMILE dafür ein, dass Schülerinnen dieser Einrichtung eine Chance bekommen, ihre Lebensverhältnisse und Zukunft zu verbessern. Die finanzielle Hilfe von Primavera bezieht sich auf den laufenden Betrieb des Unterrichts mit Computern, Lehrmaterial, Schuluniformen etc.

Besuch im Schulheim „Shanti Bhavan“

Tamil Nadu

„The Best We Can Be“ lautet das Motto im Schulheim „Shanti Bhavan“. Ziel der Schule ist es, Kindern aus untersten sozialen Schichten eine hochwertige Erziehung und Schulbildung zu vermitteln. Der „Teufelskreis der Armut“ soll somit für diese Kinder durchbrochen und ihnen eine wirkliche Chance für eine bessere Zukunft gegeben werden.

Die Betreuung dieser Aktivitäten wird von freiwilligen Mitarbeitern aus den USA und anderen Ländern als langfristiges Projekt übernommen.

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Homepage Shanti Bhavan

Camphill

Karnataka

In diesem Wohnheim werden geistig behinderte Kinder betreut sowie medizinisch und therapeutisch versorgt.
Primavera finanziert sowohl die Gemeinkosten als auch die Einrichtung einer Bäckerei. Diese produziert für den Eigenbedarf und ist auch eine kleine Einnahmequelle. Dort arbeiten auch Jugendliche als therapeutische Maßnahme.

Indira Gandhi International Academy

Bangalore

Dieses Kinderheim in der Nähe von Bangalore wurde 1990 von Rajiv Gandhi, dem Sohn von Indira Gandhi, gegründet und finanziert. Es bietet 285 tamilischen Kindern eine Unterkunft, Verpflegung und medizinische Versorgung. Alle Kinder mussten während des Bürgerkriegs aus Sri Lanka nach Indien fliehen. Sie werden nun durch 10 Lehrer im Heim unterrichtet und die älteren Schüler besuchen ein nahegelegenes College.
Seit der Ermordung von Rajiv Gandhi erhält das Heim keinerlei staatliche finanzielle Hilfe und ist völlig auf Spenden angewiesen. Entsprechend einfach und renovierungsbedürftig sind die Gebäude und Einrichtungen.

Chiguru Foundation Trust

Bangalore

Diese Tageseinrichtung betreut 40 Kinder und Jugendliche von 4 bis 18 Jahren, die an körperlichen und mentalen Defiziten leiden, wie Down-Syndrom, Celebraler Lähmung, Autismus u. ä. Die Kinder werden medizinisch untersucht und therapeutisch behandelt. Sie werden je nach mentalen Fähigkeiten in kleinen Gruppen unterrichtet, u. a. mit Sprach- und Musiktherapie, Sport, Yoga.

Die Eingliederung in eine normale Schule ist nur sehr selten möglich und auch nicht das Ziel der Einrichtung. Die Kinder erlernen jedoch einfache alltägliche Fertigkeiten und Verhaltensweisen wie Nahrungsaufnahme, Toilettengang, Hygiene und gewinnen so an Selbstvertrauen.
Somit können einige Jugendliche später in betreute Arbeitsverhältnisse übernommen werden. Die Einrichtung erhält keinerlei staatliche Hilfe und lebt nur von Spenden und freiwilligen Zahlungen einiger Eltern.

Villages Hunasooru und Bandakodungana Halli, nahe Bangalore

In den beiden Dörfern werden Frauengruppen in Hygiene, Ernährung, Kindererziehung unterrichtet und erhalten Hilfe beim Schulbesuch der Kinder. In Trainingszentren erlernen sie verschiedene Handarbeiten und können durch den günstigen Erwerb einer Nähmaschine zum Lebensunterhalt der Familie beitragen.
Ein einfacher Gesundheitsdienst bietet 3 Mal pro Woche medizinische Versorgung für die Dörfer der Umgebung. Der Arzt behandelt die Gesundheitsprobleme soweit möglich und überweist die schwierigen Fälle an ein Krankenhaus.

Aishwarya Trust, Bangalore

AiswaryaTrust finanziert die Kosten von lebensrettenden Herzoperationen für Kinder, die mit einem Herzfehler zur Welt kommen und ohne Operation nur eine Überlebenschance von wenigen Jahren haben.
Die betroffenen Familien aus den Slums von Bangalore könnten die Kosten von 500 EUR für die Operation alleine nicht aufbringen.

SEVAI, Tamil Nadu

Die Hilfsorganisation SEVAI im Bundesstaat Tamil Nadu unterstützt in verschiedenen Slums Schulen, Trainingszentren, Selbsthilfegruppen von Frauen und betreibt Zentren zur Gesundheitsvorsorge und Hygiene.
Primavera finanziert 7 Sozialarbeiter in diesen Slums, die soziale Strukturen aufbauen und damit die Lebensbedingungen und Chancen der Familien und Kinder wesentlich verbessern.

Thangamalai

Aus Nissehütten werden feste Häuser

Das Leben im Thangamalai- Slum hat sich verändert:
Mit dem Primavera-Geld aus Deutschland werden die mehr als erbärmlichen Hütten nach und nach durch einfache Häuschen ersetzt.

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Waisenhäuser Prasanna Jyothi und Nashik

Immer willkommen ist der Spenden-Scheck auch im Waisenhaus Prasanna Jyothi in Bangalore, das von Primavera ebenfalls seit langem unterstützt wird.

Für ein Waisenhaus am indischen Bosch-Standort Nashik hat Primavera die Installation einer Solar-Dampfkochanlage finanziert, wodurch die Einrichtung nun Energiekosten für das Zubereiten von Mahlzeiten einsparen kann.

Homepage Prasanna Jyothi

Über Indien...

Hauptstadt: Neu-Delhi
Bundesstaaten: 28
Größe: 3.287.590 km²
Einwohner: 1.210.193.422
Amtssprache: Hindi, Englisch
Alphabetisierungsrate: 74 %
Religion: Hindusimus, Islam, Christentum, Sikhismus
Währung: Indische Rupie

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